Geschichte
Marokko wurde seit Beginn der historischen Überlieferung von Berberstämmen bewohnt die im 3. Jhdt.v.Chr. das Königreich Mauretanien bildeten. Nach der römischen Herrschaft mussten sich die Berber am Ende des 7. Jahrhunderts den Muslimen unterwerfen. Schnell wurde der Islam von den Berbern übernommen, doch kam es wegen Diskriminierungen durch die arabischen Muslime bald zu Aufständen. Diese führten schon im 8. Jahrhundert zur Bildung eigenständiger Reiche. Die bedeutendsten Dynastien im Mittelalter waren die Almoraviden, die Almohaden und Meriniden. Den Almohaden gelang im 12. Jahrhundert sogar die erstmalige Vereinigung des Maghreb unter dem Einschluss von Andalusien. Die folgenden Dynastien blieben in ihrer Herrschaft weitgehend auf Marokko beschränkt. Seit dem 15. Jahrhundert war die Berberbevölkerung auch weitgehend arabisiert. Mit den Alawiden kam im 17. Jahrhundert, die bis heute in Marokko regierende Dynastie an die Macht. Sie konnte die Unabhängigkeit des Landes gegenüber den europäischen Kolonialmächten lange behaupten und musste erst 1912 das französische Protektorat anerkennen. Doch schon bald nach dem 2. Weltkrieg war Frankreich gezwungen Marokko in die Unabhängigkeit zu entlassen (1956). Seitdem schlug Marokko unter den fast absolut regierenden Königen einen prowestlichen Kurs ein.
Staatsform
Marokko hat eine konstitutionelle Monarchie mit gewissen Vorrechten des Königs.
Seit dem Tod des 38 Jahre regierenden Königs Hassan II. am 23. Juli 1999 regiert sein ältester Sohn als König Muhammad VI. Marokko. Regierungschef ist Driss Jettou (seit 7. November 2002, parteilos).

